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Baden-Württemberg

AOK investiert in Ärzteweiterbildung

20. April 2010 | Gesetzliche Krankenversicherung Drucken | Weiterempfehlen |

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Um die ärztliche Versorgung in Baden-Württemberg weiter aufrecht zu erhalten, erhöht die AOK Baden-Württemberg ihren Förderbetrag zur Weiterbildung zum Facharzt der Allgemeinmedizin im ambulanten Bereich um 750.000 Euro.

AOK - Die Gesundheitskasse

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Insgesamt investiert die AOK damit im Jahr 2010 rund 1,6 Millionen Euro in die ambulante ärztliche Weiterbildung. „Uns ist eine gute und überall verfügbare hausärztliche Versorgung der Versicherten sehr wichtig,“ betont Vorstandschef Dr. Rolf Hoberg. „Deshalb unterstützen wir auch aktiv die Weiterbildung in der Allgemeinmedizin. Hier leisten wir einen großen finanziellen Beitrag zur Qualifizierung der Ärzte.“

Laut AOK muss ein Arzt für die Qualifikation zum Facharzt der Allgemeinmedizin 60 Monate, also insgesamt fünf Jahre, an praktischer Tätigkeit bei verschiedensten Fachärzten nachweisen. Interessierte Ärzte bilden sich dazu bei Fachärzten der Allgemeinmedizin, aber auch in anderen medizinischen Fachgebieten wie Chirurgie oder Dermatologie weiter. In den Praxen oder Kliniken sind die Ärzte dann als sogenannte Weiterbildungsassistenten tätig. An jeder ihrer Stationen bleiben sie zwischen einem halben und zwei Jahren.

180 Stellen gefördert
Hoberg: „Diese intensive Weiterbildung kostet natürlich Zeit und Geld. Ab 2010 beträgt der von den Vertragspartnern auf Bundesebene vereinbarte Förderbetrag 3.500 Euro pro Monat, der vom Hausarzt an den Arzt in Weiterbildung weiterzugeben ist. In den Vorjahren waren es noch 2.040 Euro.“ Der Betrag werde je zur Hälfte von der Kassenärztlichen Vereinigung und den Krankenkassen getragen. „Damit erleichtern wir den ausbildenden Ärzten nicht nur ihre Arbeit, sondern bieten auch besondere Anreize, ihr Wissen an jüngere Ärzte weiterzugeben.“ Nach Angaben der AOK wurden 2009 in Baden-Württemberg rund 180 Stellen auf diese Weise gefördert.

Eines der entscheidenden Lernfelder ist dabei aus Sicht von Dr. Hoberg vor allem, ein Gefühl für die Patienten in der Praxis zu entwickeln. Hoberg: „Medizinisch-fachlich sind die jungen Ärzten, die aus den Kliniken kommen, in der Regel sehr gut.“ Aber das Verhältnis zum Patienten in der Praxis sei ein ganz anderes als im Krankenhaus. „Im Krankenhaus können die Ärzte dem Patienten viel mehr vorgeben. In der Praxis sind sie hingegen darauf angewiesen, dass der Patient aktiv an der Therapie mitarbeitet.“ Der Arzt müsse dem Patienten die Therapie verständlich und nachvollziehbar machen. Entscheidend sei, den Patienten so zu beraten und zu führen, dass er die Behandlung voll mit trägt und unterstützt.

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