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Lizenz zum Energiesparen

Der Energieausweis für Wohngebäude zeigt, wo Wärme ungenutzt verloren geht

10. August 2010 | Gebäudeversicherung Drucken | Weiterempfehlen |

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Karlsruhe – Lage, Lage, Lage – das Erste Gebot bei der Anschaffung einer Immobilie. Aber wer jetzt vorhat, ein Eigenheim oder eine Wohnung zu kaufen, sollte auch ganz besonders auf eines achten: den Energiebedarf des Objekts, denn die Kosten für Heizung und Warmwasser steigen rasant.

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Wie das Bundeswirtschaftsministerium errechnet hat, mussten private Haushalte im Jahr 2008 durchschnittlich 46 Prozent mehr für Energie bezahlen als noch 2000. Denn viele ältere Immobilien in Deutschland sind noch immer richtige Energiefresser. Die Folgekosten, die sich daraus ergeben, sind für Laien aber nur schwer einzuschätzen.

Echte Gewissheit gibt seit Anfang 2009 der Blick auf den Energieausweis. Diesen muss der Verkäufer dem Interessenten auf Wunsch vorlegen. Er bietet genaue Informationen, wie viel Energie die Immobilie verbraucht und wo die Schwachstellen liegen. Die Deutsche Bausparkasse Badenia erklärt, wie man den Energieausweis richtig liest.

Der Energieausweis bringt Klarheit
Der Energieausweis vergleicht den Energieverbrauch einer Immobilie mit Objekten gleicher Größe. Dabei wird der jährliche Verbrauch in Kilowattstunden pro Quadratmeter ausgewiesen. Faustregel: Etwa 10 Kilowattstunden Verbrauch entsprechen einem Liter Heizöl oder einem Kubikmeter Gas. Zur besseren Übersicht beurteilt der Energieausweis den Energieverbrauch auf einer Skala von rot nach grün, wobei grün theoretisch für den Energiebedarf eines energieeffizienten Passivhauses steht und rot für ein älteres, nicht modernisiertes Haus.

Wer sich den Energieausweis vor dem Haus- oder Wohnungskauf zeigen lässt, sollte beachten, dass es zwei Arten von Energieausweisen gibt: den bedarfsorientierten und den verbrauchsorientierten. Deutlich mehr Aussagekraft besitzt die bedarfsorientierte Variante. Der Grund: Dem verbrauchsorientierten Ausweis liegt lediglich der durchschnittliche Energieverbrauch der letzten drei Jahre zugrunde. Jochen Ament, Bausparexperte der Deutschen Bausparkasse Badenia erklärt: „Abhängig davon, ob eine fünfköpfige Familie oder ein Single in der Immobilie gelebt haben, fällt das Ergebnis bei dieser Art der Bemessung naturgemäß sehr unterschiedlich aus.“

Für den bedarfsorientierten Hinweis hingegen analysiert ein geschulter Energieberater vor Ort alle für den tatsächlichen Energiebedarf relevanten Einzelheiten, beispielsweise die Dämmung von Gebäudehülle und Dach sowie Art und Zustand der Heizungsanlage. Darüber hinaus gibt der bedarfsorientierte Ausweis zwei Ratschläge, mit welchen Modernisierungsmaßnahmen zusätzlich Energie gespart werden kann. Diese Hinweise müssen zwar nicht zwingend umgesetzt werden, lassen aber konkrete Rückschlüsse auf die energetische Gesamtsituation des Gebäudes zu.

So wird das Traumhaus zum Energiespar-Wunder
Ist das Ergebnis des Energieausweises eher orange bis rot, sollte man dies auf jeden Fall bei der Finanzierungsplanung berücksichtigen. In den meisten Fällen bedeutet dies, dass in absehbarer Zeit Investitionen notwendig werden. Hat man sich jedoch in ein Haus oder eine Wohnung verliebt, müssen schlechte Noten im Energieausweis nicht zwangsläufig das Aus für das Traumhaus bedeuten. „Der Kaufinteressent sollte sich bei einem Energieberater erkundigen, mit welchen Ausgaben für die Modernisierungsmaßnahmen zu rechnen ist. Diese Information gibt dem Käufer ein gutes Argument, um einen günstigeren Kaufpreis für die Immobilie zu erzielen“, empfiehlt Jochen Ament.

Die Sanierung lässt sich dann mit der eingesparten Kaufsumme und einem Bausparvertrag wie zum Beispiel Via Badenia 06 ClassicFinanz realisieren. Darüber hinaus gibt Ament folgenden Tipp: „Bei vielen energetischen Modernisierungsmaßnahmen lohnt es sich, die Möglichkeit zusätzlicher staatlicher Förderung zu prüfen. In vielen Fällen unterstützt der Staat das Vorhaben.“ Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist in jedem Fall die richtige Anlaufstelle für Informationen über staatliche Fördermaßnahmen. Es lohnt sich, wie Jochen Ament weiß: „Gerade vor dem Hintergrund weiter steigender Energiepreise rechnen sich solche Investitionen bereits nach wenigen Jahren – ganz abgesehen von der Tatsache, dass jeder Liter Öl oder Kubikmeter Gas, den wir nicht verbrennen, der Umwelt zu Gute kommt.“

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