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Sommerhitze im Büro

DAK rät, Arbeitstempo an Temperatur anzupassen

15. Juli 2010 | Beruf & Leben Drucken | Weiterempfehlen |

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Bei Temperaturen um die 30 Grad wird selbst der schönste Bürojob zur Qual. Jeder Zweite hat laut DAK-Umfrage aktuell gesundheitliche Probleme. „Hitzefrei gibt es jedoch nur in seltenen Ausnahmefällen“, weiß Sabine Winterstein, DAK-Expertin für betriebliche Gesundheitsförderung. „Gegen die drückende Hitze im Büro können aber sowohl die Chefs als auch die Angestellten etwas tun.“

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Für kühle Luft sorgen
Neben Sonnenschutz am Fenster helfen Klimaanlagen, Ventilatoren oder Luftbefeuchter. Gelüftet werden sollte das Büro nur früh morgens. Vorsicht vor Klimaanlagen, oft sind diese zu kühl eingestellt. Durch den Wechsel zwischen kühler Innentemperatur und heißer Außenluft droht beim Verlassen des Büros ein Kreislaufkollaps, da der Körper sich nur langsam den Temperaturunterschieden anpasst.

Wärme durch Drucker, Scanner und Co. vermeiden
Scanner, Drucker oder Kopierer sollten nur eingeschränkt genutzt oder in einem anderen Raum aufgestellt werden. Diese Geräte verursachen 70 Prozent der intern erzeugten Wärme. 30 Prozent entstehen durch Körperwärme und Beleuchtung.

Arbeitszeiten lockern
Motivierend für die Mitarbeiter wirken angepasste Arbeitszeiten, die früher beginnen. Wer kann, sollte Überstunden abbummeln. Zusätzliche Pausen sind ebenfalls hilfreich. „Beliebt macht sich ein Chef, wenn das Arbeitstempo an die Wärme angepasst werden darf“, sagt Winterstein. „Da bei extremer Hitze Konzentration und Leistungsfähigkeit nachlassen, kommt es bei Zeitdruck schneller zu Fehlern. Das will niemand.“

Tolerante Kleiderordnung
Wer die Möglichkeit hat, verzichtet besser auf Sakkos, langärmlige Hemden und Krawatten. Sie können einen Wärmestau verursachen. Besonders geeignet ist leichte, luftige Kleidung aus Naturfasern, die die Hautfeuchtigkeit gut aufnimmt und nach außen transportiert.

Viel trinken und leicht essen
Zwei bis drei Liter pro Tag sind bei diesen Temperaturen Pflicht. Besonders geeignet: Mineralwasser, Tee und verdünnte Fruchtsäfte. Auch Kaffee in gewohnten Mengen ist erlaubt. Er entzieht dem Körper – wie oft angenommen – keine Flüssigkeit, regt aber den Kreislauf an. Die Getränke sollten nicht eiskalt sein“, rät die DAK-Expertin. „Sonst wird die Wärmeproduktion des Körpers angekurbelt.“ Für die Mittagspause gilt: Finger weg von Bratwurst und Pommes. „Fettes Essen an heißen Tagen belastetet den Kreislauf.“ Lieber zu Obst, Salat und Gemüse greifen, um den Körper mit Vitaminen und verlorenen Elektrolyten zu versorgen.

Erfrischung zwischendurch
Ein feuchtes Tuch für Nacken und Gesicht oder eine Schüssel mit kaltem Wasser unter dem Schreibtisch sorgen für Abkühlung und Denkanstöße. Winterstein: „Oder einfach öfter mal zum Waschbecken gehen und die Handgelenke unter kühles Wasser halten.“

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